Gefährliche Hitze

Gefährliche Hitze


Lang anhaltende hohe Temperaturen wie aktuell im Juli sind Stress für die Natur und ein Gesundheitsrisiko für uns Menschen. Besonders gefährdet sind Vorerkrankte, Behinderte und alleinlebende Senioren. Achten Sie in Zeiten von Hitzewellen daher auf sich, aber haben Sie bitte auch einen Blick auf Ihre Nachbarn!

Sinken die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad, spricht man von Tropennächten
Laut Umweltbundesamt beanspruchen Tropennächte den Organismus des Menschen besonders und können zu Problemen des Herz-Kreislaufsystems führen. Zudem führen sie zu einer Überlastung des körpereigenen Kühlsystems, als Folge könnten vor allem Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit auftreten, so das Umweltbundesamt. Vor allem ältere Menschen und chronisch Kranke seien davon betroffen.

Wie können Sie sich schützen?

Kühlende Bettwäsche
Verwenden Sie nur ein dünnes Leinen- oder Baumwolllaken

Sonnenhut
Das Tragen eines Hutes schützt vor direkter Sonneneinstrahlung, die zu einem Sonnenstich mit Übelkeit und Kopfschmerzen führen kann. Aber auch jeder, der sich nicht der direkten Sonne aussetzt, sollte bei hohen Temperaturen einen Kopfschutz tragen.

Jalousien
Um die Raumtemperatur möglichst kühl zu halten, lohnt es sich, den Raum auch tagsüber abzudunkeln. Hierfür eignen sich Jalousien besser als Vorhänge, weil sich zwischen Gardine und Fenster die Hitze stauen kann. Viele Rollos sind inzwischen mit einem Klicksystem ausgestattet, was die Montage deutlich erleichtert.

Richtige Ernährung
Auf salzige und eiweißreiche Speisen sollte man an heißen Tagen besser verzichten. Sie erzeugen metabolische Wärme, die einen Wasserverlust des Körpers verursachen kann. Stattdessen sollte man viel Obst und Gemüse essen, vor allem Wasserhaltiges wie Gurken, Tomaten und Salat, um dem Körper Flüssigkeit zuzuführen. Besser kleinere Mahlzeiten und diese dafür häufiger am Tag zu sich nehmen, denn der Körper erwärmt sich, während er größere Mahlzeiten verdaut. Scharfes Essen wirkt sich übrigens positiv auf den Hitzehaushalt des Körpers aus. Zwar kann einem von Chili und Gewürzen kurzzeitig heiß werden, doch durch die Schärfe wird auch die Durchblutung angeregt. Dadurch wirken abkühlende Maßnahmen schneller auf den Körper ein.

Alkoholfreie Getränke
Auch Alkoholkonsum kann die Auswirkungen von Hitze verstärken. Alkohol erweitert die Blutgefäße in der Haut und entzieht dem Körper Wasser und wertvolle Mineralstoffe. Das begünstigt die Gefahr von Hitzschlägen. Vor allem ältere Menschen haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf und sollten an heißen Tagen ausreichend nicht alkoholische Getränke zu sich nehmen. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßter Tee und isotonische Getränke.

Nutzen Sie auch den Wasserspender außen am Rathauseingang der Verbandsgemeinde!

Viel Wasser trinken
Schwitzen ist der Selbstkühlungsmechanismus des Körpers. Also muss man viel Wasser trinken, um die Wasserreserven wieder aufzufüllen. Die Empfehlungen variieren zwischen zwei bis vier Gläsern Wasser pro Stunde bei übermäßiger Hitze. Diese sollten auch vorsorglich getrunken werden, nicht erst, wenn der Körper ein Durstsignal sendet.

Leichte Kleidung in hellen oder dunklen Farben
Bei hohen Temperaturen sollte man locker sitzende Kleidung tragen. Naturfasern wie Baumwolle und Leinen sind im Vergleich zu synthetischen Fasern atmungsaktiver und absorbieren den Schweiß. Anders als oft angenommen, ist nicht per se von schwarzer Kleidung abzuraten. Dunkle Farbtöne reflektieren den Infrarotanteil der Sonnenstrahlung und schützen den Körper besser vor Sonnenbrand. Weiße Kleidung heizt sich hingegen langsamer auf. In jedem Fall ist es wichtig, dass die Kleidung nicht eng am Körper anliegt, damit die Luft zirkulieren und der Körper sich abkühlen kann.

Sonnencreme
Sonnencreme ist in erster Linie natürlich für den Schutz vor UV-Strahlung wichtig. Aber auch für den Hitzehaushalt, weil ein Sonnenbrand die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, sich abzukühlen. Sonnencremes mit angenehmem Kühleffekt erleichtern das regelmäßige Auftragen. Alle zwei Stunden sollte ein Lichtschutzfaktor von 30 bis 50 erneut aufgetragen werden, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.