Presseinformation bzgl. der IT-Sicherheitsmaßnahmen

Presseinformation bzgl. der IT-Sicherheitsmaßnahmen 

bei den zentralen Fachverfahren in den Bürgerdiensten, Waffenbehörden sowie Schulen

Sehr geehrte Damen und Herren,

über die KommWis wurden wir informiert, dass die Rechenzentren damit rechnen, dass morgen wieder Normalbetrieb herrscht. In der Öffentlichkeit wurde zeitweilig spekuliert, ob es sich um einen Cyberangriff handelt (was nicht der Fall ist).

Anstehend gebe ich Ihnen ein Pressestatement der drei kommunalen Spitzenverbände gegenüber der Rhein-Zeitung zur Kenntnis, welches Sie bei Presseanfragen vor Ort unterstützen soll:

1. Wissen Sie, was die genaue Ursache der aktuellen IT-Störung im landesweiten Verwaltungsnetz ist?

Um eine erkannte Sicherheitslücke zu schließen, haben die Betriebsrechenzentren des ZIDKOR, die KDZ Mainz und das KGRZ Koblenz, vorsorglich am Sonntagnachmittag bestimmte IT-Systeme heruntergefahren.

Davon betroffenen sind unterschiedliche Fachverfahren, die beispielsweise hier genutzt werden: Einwohnermeldeämter, Pass- und Personalausweisstellen, KFZ-Zulassungsbehörden, Standesämter sowie das Waffenwesen und Schulverwaltungsprogramme. Deshalb sind alle 194 hauptamtlich geführten Gemeinden, Städte und Kreise im Land betroffen.

2. Könnte es sich bei der Störung möglicherweise um einen Cyberangriff handeln?

Nein, es liegt kein erfolgreicher Cyberangriff vor. Es handelte sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Daten zu schützen, bis die Lücke geschlossen ist.

3. Haben Sie einen Überblick darüber, wie viele Landkreise und Kommunen betroffen sind und welche Dienstleistungen derzeit nicht angeboten werden können?

Die Sicherheitsmaßnahme betrifft verschiedene zentral betriebene Fachverfahren, die unter anderem in Einwohnermeldeämtern, Pass- und Personalausweisstellen, Kfz-Zulassungsbehörden, Standesämtern sowie im Waffenwesen und in Schulverwaltungsprogrammen genutzt werden. Deshalb sind alle 194 hauptamtlich geführten Gemeinden, Städte und Kreise im Land betroffen.

4. Sind personenbezogene Daten der Bürger gefährdet?

Personenbezogene Daten sind nicht gefährdet.

5. Seit wann ist die Störung bekannt und wie sehen die Maßnahmen aus, um sie zu beheben?

Die Sicherheitslücke wurde seit gestern im Netz diskutiert und am Abend bestätigt. Die Rechenzentren spielen aktuell die vom Hersteller bereitgestellten Softwareupdates - sogenannte Patches - ein und schließen so die Lücke.

6. Können Sie schon abschätzen, wann die Störung behoben sein wird?

Die Rechenzentren rechnen damit, dass morgen wieder Normalbetrieb herrscht.

7. Gibt es Anweisungen, wie die Kommunen in der Zwischenzeit (bis zur Behebung) auf die Störung reagieren sollen?

Die Verwaltungen informieren die Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Kanäle und haben zum Teil die heutigen Termine abgesagt. Anweisungen gibt es nicht, da es sich um einen Fall des betrieblichen Notfallmanagements bei ausgefallenen Anwendungen handelt und auch je nach Situation vor Ort individuell gehandhabt wird. Die Bürgerinnen und Bürger können sich insoweit direkt bei ihrer Verwaltung bzw. über deren Informationskanäle informieren.

Agneta Psczolla
Leiterin der Geschäftsstelle

Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz
Deutschhausplatz 1
55116 Mainz

Tel.: +49 (6131) 2398-195
E-Mail: apsczolla@gstbrp.de
Web: www.gstb-rlp.de <http://www.gstb-rlp.de/>